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27. ADAC Oldtimerfahrt Horlofftal

120 Oldtimer erkundeten das „historische Oberhessen“

Mit seiner traditionellen Oldtimerfahrt an Pfingsten leistet der Motorsport-Club (MSC) Horlofftal einen wertvollen Beitrag zur Tourismusförderung der Region und bietet zudem gelebte Heimatkunde. 120 Besitzer herrlicher Automobile und Motorräder – viele davon mit weiter Anreise – gingen diesmal an den Start und waren bei der beliebten Ausfahrt durchs und vom „historischen Oberhessen“ begeistert. Pünktlich am 9.31 Uhr hatten Hungens Bürgermeister Rainer Wengorsch und Schäferstadtkönigin Franziska I. zusammen mit dem MSC-Vorsitzenden Manfred Möll die Teams im Minutenabstand auf die Reise geschickt. Zuvor hatte das Team von GTÜ-Prüfingenieur Bernd Albert nochmals den technischen Zustand aller Fahrzeuge gecheckt.

Das Konzept des MSC Horlofftal gefiel: Nach der Tour entlang des Lutherwegs von 1521 kam auch das diesjährige Motto an. Bei der 27. Auflage der ADAC Oldtimerfahrt Horlofftal stand Reisen statt Rasen auf dem Programm. Die Teams erlebten das historische Oberhessen mit seinen schönen Nebensträßchen, den romantische Marktplätzen und die netten Bewohnern. Auf einer fast 160 Kilometer langen Strecke erkundeten sie von Hungen aus mit Fahrzeugen der Baujahre 1915 bis 1988 die Region, darunter die Nachbar-Residenzstädte Lich, Grünberg und Laubach. Unterwegs waren zahlreiche Orientierungs- und Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen. Der MSC Horlofftal hatte rund 80 Helfer in Hungen und auf der Strecke im Einsatz. Unterstützt wurde der MSC zudem von den Nachbarclubs MF Bersrod, AMC Grünberg und MSC Ohmtal. Einen Höhepunkt bildete eine Runde in gemächlichem Tempo auf der Motorrad-Speedway-Strecke in Homberg (Ohm).

Viele Teams ließen es in der Motorradklasse und in der Kategorie „Automobil-Wandern“ absolut stressfrei angehen. Sie fuhren eine ausgeschilderte Strecke vom Horlofftal bis zum Ohmtal und zurück, während die „Sporttouristen“ viele knifflige Orientierungsaufgaben zu lösen hatten. Die beiden Fahrtleiter Winfried Möll (Röthges) und Daniel Noll (Langd) hatten in den Rallye-Roadbüchern zahlreiche Tricks und Kniffe untergebracht. Bei der Suche nach versteckten Kontrollposten auf Parallelwegen oder gar hinter Bäumen kamen auch die routiniertesten Copiloten ins Schwitzen. Zur Mittagspause bei Firma Bender in Grünberg fasste der MSC das Feld wieder zusammen und startete die leichtere zweite Etappe vom Grünberger Marktplatz aus in Richtung Schlosspark Laubach. Dort verfolgten rund 200 Besucher die Aufgabe, exakt 110 cm vorwärts zu fahren. Motorradfahrer mussten ihre Solomaschinen oder Gespanne „blind“ 250 cm vorwärts schieben. Die MSC-Schiedsrichter Sascha Seibert, Steffen Seibert und Michael Metzger notierten jeden Zentimeter Abweichung. Wer hier patzte, verspielte die Chancen auf einen Ehrenpreis.

Die folgende Schleife führte von Laubach aus über Freienseen, Altenhain, Betzenrod und Einartshausen nach Stornfels. Über Ulfa und Langd ging es zurück nach Hungen, wo am Abend die Sieger mit funkelnden Pokalen geehrt wurden.