Oldtimerfahrt

29. ADAC Oldtimerfahrt Horlofftal:

Am Tag der Deutschen Einheit ging es zweimal über den Vulkan

Für seine beliebte Oldtimerfahrt nutzte der Motorsport-Club (MSC) Horlofftal den Tag der Deutschen Einheit als Ersatztermin, nachdem im Frühjahr und Sommer aus bekannten Gründen keine Veranstaltungen möglich waren. Der MSC passte das Durchführungskonzept an die aktuellen Verordnungen und Verhaltensregeln an und bot mit der 29. ADAC Oldtimerfahrt Horlofftal eine nahezu kontaktlose Veranstaltung  – ohne gemeinsames Frühstück, ohne Moderation am Start, ohne Zuschauer und ohne Siegerehrung. Auch vor dem Start achtete der MSC auf die zu wahrende Distanz: MSC-Schriftführer Jörg Berg (Grünberg) und Verkehrsleiterin Kerstin Hahnsch (Berstadt) ließen sich Führerscheine und Zulassungspapiere vorzeigen, verteilten Hand-Desinfektionsmittel an die Teams, während die GTÜ-Prüfingenieure Bernd Albert und Tobias Legat den technischen Zustand der Fahrzeuge mit Masken checken.

Die 22 gestarteten Teams hatten mit ihren Fahrzeugen der Baujahre 1918 bis 1990 auf der herrlichen Strecke dennoch viel Spaß bei der Suche nach der korrekten Strecke nach Lauterbach und zurück. Unterwegs waren Bildmotive zu finden, Orientierungsetappen zu absolvieren oder bei so genannten Gleichmäßigkeitsprüfungen die vorgeschriebenen Zeiten auf die Hundertstelsekunde genau einzuhalten.

Nach dem Start in Hungen-Nonnenroth musste im jetzt beim hr fürs „Dolle Dorf“ nominierten Röthges der Lutherweg-Pilgerstempel an der Kirche gefunden und als Beleg in der Bordkarte abgedruckt werden. Weiter ging es über Ruppertsburg, Friedrichshütte und Gonterskirchen in den Laubacher Schlosspark, wo eine 40 Meter lange Strecke in exakt 10 Sekunden zu fahren war. Besonders tückisch: Nach weiteren 20 Metern mussten es exakt 15 Sekunden sein. Eine ähnliche Sonderaufgabe wartete am Nachmittag auf dem legendären Schottenring auf die Teams. Hier waren 10 Kilometer in exakt 1.000 Sekunden zu fahren, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h entspricht. Die besten Teams lagen hier gerade einmal  elf Hundertstelsekunden daneben.

Am Ziel am Bürgerhaus in Nonnenroth begrüßte das MSC-Organisationsteam um Fahrtleiter Daniel Noll (Langd) und den MSC-Vorsitzenden Manfred Möll die Teams, natürlich auch hier wieder mit Distanz. Zusammen mit Winfried Möll wertete der Fahrtleiter am Abend die Bordkarten der Teams aus und staunte nicht schlecht über das hohe Niveau, aber auch über die teilweise kreativen Interpretationen der Aufgabenstellung. Beste Teams in der Kategorie „Oldtimer-Wandern“ wurden Lothar und Regina Scherer (Langd) mit einem Unimog aus dem Jahr 1978 vor Friedhelm Höchst und Dirk Christian Bender aus Grünberg im beeindruckenden Locomobile aus dem Jahr 1918 und Werner Vogeltanz/Karl-Heinz Fuhrmann aus Laubach in einem NSU TT von 1970. In der Sportwertung siegten Andreas Zuhnemer/Peter Schmidt aus Baden-Württemberg (Renault 5 Alpine) mit großem Abstand vor Joachim und Markus Pompalla (Lich) im Hansa 1500 von 1934 und Manfred Naumer/Elke Buchert aus Haßloch/Pfalz mit BMW 635 CSi von 1984..